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Pfarrei Ramsen: Oekum. Kirchgemeindeausflug

ÖKUMENISCHER AUSFLUG DER REF. UND KATH. KIRCHGEMEINDEN RAMSEN UND BUCH

Bericht: Agnes Neidhart>
Fotos: Pfr. Urs Wegmüller

Ein sonniger Tag ist uns 42 Senioren geschenkt für unseren Ausflug nach Amden!
Nach der Begrüssung durch Frau Vreni Götte und Arthur Ruh, dem versierten Chauffeur, geht’s via Stein am Rhein und Frauenfeld nach Aadorf, wo wir im Hotel Heidelberg Kaffee und Gipfeli geniessen dürfen.

Faszinierend sind die Nebelschwaden über Rhein und Thur, weniger die ganz ausgetrockneten Bachläufe, die wir unterwegs antreffen...
Turbenthal, Bauma, Schmerikon – hier erreichen wir die grüne Linthebene, wo sogar nach Mitte September noch Emd eingebracht wird!
In Schänis landet eben ein Flugzeug. Wie einmalig muss es sein: Oben blauer Himmel, unten grün, daneben die schöne Bergwelt mit den weissen Quellwolken!

Die ca. 60 km lange Linth entspringt am Tödi, fliesst durch den Escherkanal in den 145 m tiefen, 15,6 km langen und 2 km breiten Walensee, wo eindrückliche Kiesablagerungen zu sehen sind. (Vor der Korrektur war die Seez Hauptzufluss zum Walensee.) Ab Weesen fliesst die Linth kanalisiert bis Schmerikon und mündet hier in den Zürichsee, den sie als „Limmat“ wieder verlässt.

Als die Linth noch von Mollis quer zum Tal nach Niederurnen und Ziegelbrücke floss,wurde die Ebene regelmässig und verheerend überschwemmt. Ab dem 18. Jahrhundert lagerte sich mehr und mehr Geschiebe aus den Glarneralpen ab und zerstörte grosse Kulturflächen... Die Linthebene war damals rein riesiges Sumpfgebiet, was Krankheiten wie die Malaria zur Folge hatte.
Johann Konrad Escher (1767 – 1823), Naturforscher und Ingenieur, machte die Linth-
Korrektion zwischen Walen- und Zürichsee zu seinem Lebenswerk. 1783 erfolgte der Auftrag für ein Projekt; das die Kanalisierung der Linth und die Begradigung des Flussbettes vorsah. 1807 wurde mit den Arbeiten begonnen, sie dauerten bis 1822, wobei der Kanalbau bis zum Zürichsee erst 1866 erfolgte!

Weesen ist der Ausgangspunkt unseres „Höhenflugs“ nach Amden, liegt doch das Dorf auf 900 m Höhe! Die Strasse ist im unteren Teil durch eine Galerie geschützt, nachdem sie am 1. Januar 1974 durch einen Felssturz verschüttet worden war. Beeindruckend ist der Blick auf den tief unter uns liegenden See und die Bergwelt, die wie ein offenes Buch vor uns liegt!

Arvenbühl, wo wir zum Mittagessen im gleichnamigen Hotel eingeladen sind, ist noch 355 m höher gelegen! Die sehr freundliche Bedienung und das feine Essen waren echte Aufsteller!

Nun geht’s dem Walensee entlang. Die 1987 erbaute Autobahn brachte eine grosse Erleichterung: Zuvor führte der ganze Verkehr von Mühlehorn über den Kerenzerberg ins Glarnerland. Die vielen Tunnels verhindern leider grossenteils die Aussicht auf den See und die Churfirsten...


Wir nähern uns Sargans mit dem von weitem sichtbaren Schloss. In der Nähe sind das Pizolgebiet und die Bündner Herrschaft. Die Berge Alvier und Gonzen grüssen linkerhand. Der Gonzen ist bekannt für früheren Eisenabbau und die militärischen Anlagen aus der Zeit des zweiten Weltkriegs.

Von Sargans nordwärts öffnet sich das Rheintal, und die schmucken Liechtenstein’schen Dörfer mit der Hauptstadt Vaduz (Sitz des Landesfürsten) leuchten im Sonnenschein. Ab Buchs gelangen wir ins Toggenburg mit der vielfältigen Landwirtschaft, die um einiges schwieriger zu bewirtschaften ist als unten im flachen Rheintal!
Im Zwinglidorf Wildhaus gibt’s eine kurze Rast – und es geht weiter über Wil, Tobel, Täger-schen nach Bissegg, wo im Gasthaus Ochsen ein feiner Zobig auf uns wartet. Dieser wird von den beiden Kirchgemeinden spendiert – ein grosses Vergelts Gott dafür!

Ein ebenso grosser Dank geht auch an die Gemeinde, die einen Teil der Fahrkosten übernommen hat, was sehr geschätzt wurde!

Frau Götte und Herr Arthur Ruh haben viel ihrer Zeit geopfert, um den unvergesslichen Ausflug zu organisieren – danke, danke!

Die Rebberge lassen uns spüren, dass wir heimatlichen Gefilden entgegenfahren, und pünktlich um 19.00 Uhr sind wir froh und zufrieden in Ramsen angekommen. Die schönen Erinnerungen werden unseren Alltag bereichern!

 

19. September 2018

Autor: Administrator